Strecke: Lebach-Körprich-Nalbach-Dillingen-Saarlouis-Feldberg-Tromborn(F)-Téterchen-Boulay.Moselle-Volmerage.lès.Boulay-Condé.Northern-Le Douche de Lorraine-Pontigny
Er ist da, der Tag an dem die Reise beginnt! Ich habe mich die letzten Wochen sehr darauf gefreut und war heute morgen doch ein wenig hin- und hergerissen, da ich von Februar bis Mai auch schon weg war und ich mich gerade wieder zu Hause eingelebt habe und meine guten Freunde wieder gesehen habe. Ich war so aufgeregt, das ich nicht mal gefrühstückt habe, was ein fataler Fehler war, dazu aber später mehr. Als ich um 10Uhr mein Bike und Helm geschnappt habe und meiner Mum nochmal 1000mal geschworen habe auf mich aufzupassen, ging es endlich los.
Die Strecke führte mich trockenen Reifens nach Dillingen, wo sogar ab und an mal die Sonne rausgespitzt hat. In Dillingen war die erste Anlaufstelle erstmal ne Bäckerei und da gab es…
ein leckeres Schokocroissant, sehr zu empfehlen bei Welling in Dillingen.
Dort setzte ein kleiner Regenschauer ein, der sich über 20min hinzog, so konnte ich dann noch ein paar Dinge mit meinem Webdesigner und Bloggerspezialist Stefan Marx klären. Danke nochmal für die Zeit und Mühen, die du investierst!
Danach ging es dann Richtung Saarlouis in die Metzer Straße Richtung Felsberg. Als ich dann meine 1. Bergetappe geschafft habe konnte ich einen tollen Blick über “Mein” Saarland erhaschen.
Isset net scheen?
Dann war Schluss mit Lustig! Als ich auf der “Bergspitze” ankam, wehte mir ein sehr starker Wind aus Richtung Westen geradewegs in mein hochmotiviertes Gesicht. Najo, dachte ich mir, ist nicht das erste Mal und wird bestimmt demnächst abflauen oder sogar Rückenwind geben! Denkste!
Die Grenzüberschreitung war wenig spektakulär. Weder ein Feuerwerk noch jubelnde Franzosen standen am Wegesrand und feuerten mich an. Nur ein LKW Fahrer hupte, aber wohl nicht als Begrüßung…
Dafür aber eine tolle Aussicht auf die Landschaft, die ich die nächsten Tage durchstreifen werde. Einfach herrlich!
Und so konnte auch das Wetter bleiben. Trocken, ab und an Sonne, nur der Wind hielt sich hartnäckig. Nach circa 40-45km fahren hatte ich auf einmal ein größeres Loch im Magen und es war leider nichts in Sicht, was auch nur irgendwie nach einer Ortschaft mit ner Kleinigkeit zu essen aussah. Aber in der nächsten Ortschaft fand ich dann einen verwaisten Cola Automaten an der Straße und dem Himmel sei gedankt, diese war auch nicht abgelaufen. Ein Dank an Mr. Coca Cola der es schafft 35 Stück Würfelzucker in einen halben Liter Cola aufzulösen. Damit hatte ich dann wieder Reserven und konnte das nächste Dorf anfahren. Und wenn man dann so in Frankreich rumfährt, was fällt einem da natürlich ins Auge? Große Schilder von deutschen “Markendiscountern”
und da gab es dann gleich mal was leckeres zu essen und meine Trinkflaschen wurden auch wieder aufgefüllt. Das Baguette gab es dann bei der französischen Konkurrenz!
Mittlerweile war es 15Uhr und ich musste mich so langsam nach einem Nachtquartier umschauen. Leider fand ich in diesem und in dem nächsten Ort keine passende Bleibe für mein schmales Budget. Aber dafür 3hilfsbereite nette ältere Franzosen, die sich minutenlang Gedanken gemacht haben, wo dieser seltsame Radfahrer die Nacht kostengünstig verbringen kann.
Letztere hat mir eine kleine Pension in Pontigny empfohlen und dort bin ich nun auch abgestiegen. Das schönste daran, nachdem mir dieser betagte alte Mann den Weg erklärt hat und ich grade vor der Pension angekommen bin, hörte ich hinter mir ein Hupkonzert, was in Frankreich nicht so unnormal ist. Aber es war der nette alte Herr, der sich vergewissern wollte, ob ich wirklich das richtige Haus gefunden habe. Ok ich gebe zu, sein französisch verstand ich jetzt nicht so gut, aber ich hatte was mit 2. Ortschaft und rechte Seite an der Hauptstraße verstanden. Und so war es auch. Nachdem er mir dann noch Hals- und Beinbruch gewünscht hatte oder vll. war es auch eine Beschimpfung auf französisch , klingelte ich an meiner 1. Übernachtungsmöglichkeit auf meiner langen Tour Richtung Tarifa.
Das Zimmer kann sich wirklich sehen lassen! Regenwasserduschkopf, ein großes Bett und eine nette Hausdame mittleren Alters, die ganz traurig geschaut hat, als ich ihr gesagt habe, das ich kein Abendessen wollte. Wer konnte auch wissen, das die hier auch noch kocht?!
Najo, ich bin nun etwas geschafft und werde mich noch ein wenig mit der Hausdame und ihrem Mann unterhalten. Sie will ein wenig deutsch lernen und bringt mir im Gegenzug ein wenig französisch bei. Frankreich, ich liebe Dich!!
Morgen gibt es um 8Uhr Frühstück und spätestens 9Uhr geht es weiter. Drückt mir die Daumen und betet noch ein wenig zum Wettergott! So long
Euer Stefan
Update: Kurze Streckenübersicht vom 04.06.2012
Stefans Tour auf einer größeren Karte anzeigen
Salut Stefan, ich kann immer noch nicht fassen das du jetzt unterwegs bist :). Ich freue mich das du direkt am ersten Tag noch die Möglichkeit hast den Blog mit einem Beitrag zu beglücken. Meine Tätigkeit hier beschränkt sich auf kleinere Sachen, das ganze System was du hier nutzt ist wirklich super :) Ich mache mich gleich mal dabei und schaue wie wir deine Route visualisieren können :)
AntwortenLöschenLG
wünsch dir ne gudde nacht, erholsamen schlaf und dann ein gigantisches frühstück, damit du nicht schon nach dem zweiten tag vor lauter essen kaufen nicht pleite bist ;-) gruss die badenixe
AntwortenLöschenHallo Sexi
AntwortenLöschenAus Merchingen fünf fest gedrückte Daumen.
Du weißt, sollte was schief laufen: "Der Bulli hat 'nen Fahrradträger".
Hoffe wir sehen uns dann Ende August/Anfang September wieder.
Toi,toi,toi
War jetzt grad mal so frei und habe die Standortdaten, welche mir Stefan zur Verfügung gestellt hat in eine Karte eingebaut. Mit mehr Punkten (die es hoffentlich durch vereinzelte offene WLAN Netze) kann dann so ein gute Visualisierung deiner Strecke entstehen.
AntwortenLöschenLG aus Berlin, Bike on :)
Hey König-Kalo,
AntwortenLöschenwünsch dir viel Spass und schön alles bloggen hier.
Verfolge es jeden morgen zum Frühstückskaffee im Geschäft :)
Bin auf den Fisch gespannt den du fangen willst :D
Grüße aus der Pfalz,
Shimto-Michel
Hi, wusst garnicht, dass du so unterhaltsam schreiben kannst! Gefällt mir jetzt schon besser als Hape! Du scheinst ja gut anzukommen in Frankreich! Schön, dass du ein gemütliches Zimmer gefunden hast, sicher viel kuscheliger als Zelt! Heb dir das für den warmen Süden auf! Wir denken an dich. So long... Hasta pronto.
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