Nachdem ich mein Zelt aufgebaut hatte zogen recht schnell Gewitterwolken auf und ich konnte noch schnell ein Bild kurz vor dem Ende der Welt machen.
Zu dem es dann doch nicht kam und so konnte ich mich dann auf den Abend vorbereiten. Mit einem guten Essen für ne kleine Börse gab es auf dem Campingplatz in Beaune ein reichhaltiges Essen.
Jetzt keine Kommentare wie:”Dat Bild macht man bevor man das Fleisch anschneidet!” Weiß ich auch, aber ich wurde durch die sehr attraktive Kellnerin abgelenkt und schon hatte ich mein Steak schon angeschnitten und zur Hälfte aufgegessen. Danach ging es dann zum Fernsehzimmer und es war ein sehr lustiger Abend, der mit ~20 holländischen Senioren natürlich um das eventuelle weiterkommen ihrer Mannschaft und ich als einziger deutscher Vertreter sich gemütlich zurücklegte, weil Deutschland “fast” sicher durch war. Zur Auswahl standen beide Spiele, aber niemand wollte mit mir ne Münze werfen um mir wenigstens die Chance zu geben, das wir doch das Deutschlandspiel schauen. Also hat die Mehrheit ganz demokratisch für das Hollandspiel gestimmt und ich hörte mir das Deutschlandspiel auf der ARD Seite zeitgleich an.
Alles begeisterte Fans, die mit jeder Tor Szene mitgingen und ich hatte mich schon darauf eingestellt den ein oder anderen reanimieren zu müssen. Aber alles blieb ohne weitere Zwischenfälle ganz ruhig. Als die Partie zu Ende war und Holland nun endlich wieder nach Hause fahren kann, wünschte die holländische Camper Gemeinschaft unserer Mannschaft viel Glück und den Titel!
Montagmorgen 7:00 Zulu! Ein wundervoller morgen und heute steht meine bisher längste Etappe auf dem Plan.
Nachdem sich 2 weitere Biker aus England bei mir verabschiedet hatten. Diese machen eine Tour von London nach San Remo. Einer von denen erzählt die ganze Zeit wie verrückt das ist was beide vorhaben, aber aufhören will er auch nicht. Waren auch sehr lustig, aber für mich ein wenig zu laut. Ich mit meiner zarten Stimme und meinen hellhörigen Ohren war froh als se weg waren.
Ich also um halb 10los und Schwupps gleich verfahren. Auf einmal stand ich mitten in Beaune vor ner Kirche. Überall Kopfsteinpflaster und so wurde ich dann gleich mal wachgerüttelt. Und dann hatte ich ein Deja vu.
Ich mach mal nen kurzen Sprung in die Vergangenheit. Ich war mit Schmidt Pit und Patrick Book zusammen in Urlaub. Es war das Jahr 1997 oder 96, bitte um Berichtigung durch einen der beiden, falls es noch jemand weiß. Wir fuhren mit dem Wagen nach Bordeaux natürlich wie es sich für deutsche Touristen verhält über Paris. Wir wollten noch ein wenig Kultur machen! Kultur heißt Eifelturm angucken, Champs Elysee runtermaschieren und um den Arc de Triumph fahren! Wir als Paris rein und wir dachten der Eiffelturm steht ja mittendrin und das ist ein leichtes dorthin zu kommen. Pustekuchen, irgendwann wusste keiner mehr wohin und wir standen an einer Ampel. Ich machte dann ganz lässig die Scheibe von der Fahrerseite runter und fragte einen Motorradfahrer nach dem Weg zum Eifelturm. Der schaute kurz nach vorne, wahrscheinlich überlegte er wie er 3 deutschen Touristen den Weg erklären sollte. 1sekunde später sagte er:”Follow me!” und es folgte eine wilde Verfolgungsjagd quer durch Paris bis direkt an den Eifelturm, dort verabschiedete sich der Motorradfahrer und wir hatte das erste Ziel erreicht. Ich könnte nun auch noch die Geschichte vom Champs Elysee und Arc de Triumph erzählen, aber das würde jetzt zu weit gehen.
Ok ich mich in Beaune verfahren, nicht so eine Millionenmetropole wie Paris, aber mir kam es so vor. Plötzlich hält neben mir ein Radfahrer an und fragt mich wohin ich möchte und ich packe mein GPS aus und sage ihm das ich nach Cluny möchte und er sagt:”Follow me!” Das war so geil, ich bin fast vom Fahrrad gefallen, als er das so gesagt hat. Er hat mich dann um die Altstadt herumgeführt und mir noch einen Tipp gegeben, das ich bei Buxy auf die VOIE VERTE fahren sollte und dieser Tipp war Gold wert!
Eine Art Radweg, für mich die Route 66 in der Bourgogne, absolut traumhaft und kein Auto weit und breit. Nur ein paar Fahrradtouristen und ab und mal ein Inlinefahrer oder Spaziergänger und landschaftlich auch sehr toll. Dieser Weg führte mich schnurstracks zu meinem heutigen Ziel, es war mit abstand der schönste Tour abschnitt und ich hoffe das ich noch öfter auf diese Wege treffe.
Uns als ich so am fahren war und ich die Landschaft in mir aufsog, fiel mein Blick auf ein Schild und da stand irgendwas mit Mur und ich dachte gleich an die Tour mit Fred, Verena und Albert als die 18% Mur vor uns war. Aber nein hier gab es so was nicht, es war viel besser!
Es war ein kleine Kletterwand. Eine sehr schöne Idee find ich!
Kurz danach kam ich dann endlich in Cluny an und habe auch gleich den Campingplatz gefunden. Es war ein toller Tag in “Der Tour!”
So long, Euer Stefan
da warst de also. ne ne ne beim cluny
AntwortenLöschenEs macht so Laune deine Tour zu verfolgen :-)
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