Montag, 2. Juli 2012

Mein erster Col!

Heute, nach tagelanger Anfahrt, habe ich endlich meinen ersten Col befahren. Aber der Reihe nach! Für Sonntag war ein Gewitter mit starken Regengüssen vorhergesagt und daher blieb ich den Sonntag gleich auf dem Platz und habe mal einen Tag pausiert. Dies war auch bitter nötig, da die letzten Tage nur von steilen Bergauffahrten geprägt war und meine Oberschenkel sich anfühlten, als hätte ein Fakir sein Nagelbrett dort vergessen. Daher kam mir das Unwetter gar nicht so unrecht! Aber es hat geschüttet, als wollte sich der komplette Himmel genau über diesem Campingplatz entleeren. Zum Glück hatte ich einen guten Unterschlupf gefunden und mein Zelt hat auch alles ohne Schäden überstanden.

The day after! Tiefhängende Wolken Richtung Osten und bei mir ein strahlend blauer Himmel.

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Der Wind aus Nordwest versprach gutes Wetter für heute und es blieb ein herrlicher Tag. Zu allererst mal einkaufen und frühstücken und dann gleich mal gut verfahren. Da der kleine Ort in einem kleinem Tal liegt und jeder Weg raus über einen kleinen Hügel führt, war dies gleich zu Anfang doppelt blöd. Zuerst bin ich den falschen Berg hoch und ich musste diesen auf einer sehr schlecht ausgebauten Fahrbahn wieder runter. Aber danach verlief alles am Schnürchen! Mit dem Gefühl einen leichten Rückenwindes, es war Seitenwind! Ging die Fahrt dann richtig los!

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Wo ich dann kurz vor 12 in der Nähe von Nasbinals einen kleinen Rastplatz fand und erst mal Brotzeit machte. bevor es dann weiter ging nach Saint-Chély-D´Aubrac. Dort kam noch mal ein kleiner Stich auf den Col d´Aubrac. Mir war nicht bewusst, das ich mittlerweile so hoch bin und so kamen mir die folgenden Schilder etwas komisch vor.

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Wer will denn hier Ski fahren?! Aber nach 3km wurde mir dann einiges klar!

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Und ich stand vor des Rätsels Lösung. Ich habe keine Ahnung wie viele Höhenmeter ich bisher gemacht habe und wie viele andere Cols es hier noch gibt. Aber ich war schon Stolz auf mich. Das erste Mal, das ich mit einem Fahrrad in ein Skigebiet gefahren bin.

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Und man konnte echt verdammt weit sehen! Das schwöre ich, auch wenn man es auf dem Bild nicht erkennt. Und dann kam die längste Abfahrt “wo gibt”! Für mich war es meine bisher längste Abfahrt. Ich schätze knapp 19km mit 2 Miniunterbrechungen aber ansonsten ging es nur runter. Und ich konnte endlich mal das Rad rollen lassen und nicht dauernd auf der Bremse stehen. Eine schöne und übersichtliche Abfahrt ins Tal. Das war so ein YEEEEHAAAAA-Erlebnis!! Dann ging es noch zu meinem heutigen Etappenziel Espanion.

Kaum auf dem Campingplatz angekommen, vernahm ich deutsche Wörter und weil ich nicht anders kann, kam ich gleich mit einem Pärchen aus der Schweiz ins Gespräch. Beide um die 25 Jahre,alternativ, Flowerpower angehaucht und sehr sehr nett. Ich denke das wird bestimmt noch ein lustiger Abend. Sie sind ebenfalls auf den Weg nach Santiago, aber zu Fuß. Sie lassen es locker angehen und bleiben auch mal mehrere Tage auf einem Campingplatz oder fahren zum Teil auch Strecken mit Bahn oder mit dem Bus. Und dann noch ein Hammer?! Meine direkten Nachbarn auf dem Campingplatz kommen aus Merzig. Oh man, da fahre ich hunderte von Kilometern und ich treffe Saarländer. Vor denen hat man auch nirgends Ruhe! Zwinkerndes Smiley 

So long, Euer Stefan

P.S. Wen es noch interessiert auf dem Col ist noch ein Klettergarten. Leider war er von der Straße nur sehr schwer einzusehen!

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3 Kommentare:

  1. Dann hattest du heute deine eigene Tour de France Etappe. Stark

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  2. Sag denen mal nen schönen Gruß aus Merchingen. Weiterhin gutes Wetter, guten Wind und ganz schnell das Meer vor Augen.

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  3. Ach Stefan, dat machst du richtig gudd! Wir denken an dich! Ende dieser Woche sind wir dann ach weg...

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